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Behavioral Targeting - Definition und Funktion einfach erklärt

[Einsteiger] Targeting nach Nutzerverhalten. Doch was heißt das genau? Erfahren Sie, was hinter dem Begriff Behavioral Targeting steckt und wie es funktioniert.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Stammkunde in einer kleinen Bäckerei auf dem Dorf. Jeden Morgen weiß die Verkäuferin schon was Ihr Wunsch ist. Auch Teile Ihrer Lebensgeschichte und Ihrer Familie kennt die nette Dame hinter der Theke. All Ihre Gewohnheiten, konnte sie aufgrund Ihrer häufigen Besuche „lernen“. Und sollten Sie doch mal einen anderen Wunsch haben, wird Sie Ihnen -  anhand des Allgemeinwissens über Sie - eine passende Empfehlung geben können. Das Behavioral Targeting funktioniert ähnlich, mit dem Unterschied, dass es hierbei nicht um die nette Dame aus der Bäckerei geht. Es handelt sich um komplexe mathematische Algorithmen, die Ihr Surfverhalten nach Messdaten analysieren. Hierbei übernimmt die Website die Aufgabe der Verkäuferin und der Website User Ihre, also die Rolle des wiederkehrenden Kunden. 

So funktioniert Behavioral Targetings:

Beim Behavioral Targeting geht es darum, das Nutzerverhalten der einzelnen User zu analysieren, um dann persönlich zugeschnittene Werbung auszuspielen. Den Menschen werden anhand Ihres Suchverhaltens besondere Interessen zugeschrieben. Wer beispielsweise nach Empfehlungen für Mountainbikes sucht, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch für Werbung über bergtaugliche Fahrräder freuen. Wer sich hingegen über Rollatoren informiert, kann mit Mountainbike Werbeanzeigen mit hoher Wahrscheinlichkeit nur sehr wenig anfangen.

Über die Nutzung von Cookies, können Websites genau diese Informationen generieren. Außerdem können Ihre digitalen Fußabdrücke nachverfolgt werden um nachzuvollziehen, welche Seiten im Vorhinein aufgesucht wurden. Welche Seiten wurden bevorzugt aufgerufen, welche Unterseiten und Links wurden geöffnet, die Verweildauer, an welchen Punkt der User abgesprungen ist, etc. All diese Informationen sind für das Behavioral Targeting wichtig. Aus den gesammelten Daten werden sogenannte Nutzerprofile anlegt. Umso mehr Daten in einem Profil vorliegen umso genauer kann Behavioral Targeting umgesetzt werden. Nutzerprofile, die gleiche oder ähnliche Merkmale aufweisen, können zu Konsumentengruppen hinzugefügt werden, die im Folgenden eine „eigene“ Landingpage erhalten und dieselben Werbeanzeigen angezeigt bekommen.

Analyse-Tools wie Google Analytics unterstützen bei der Untersuchung und Gliederung der gesammelten Daten.

Alle allgemeinen Informationen über Targeting im B2B finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden. 

Ziele im Behavioral Targeting:

Das wichtigste Ziel im Behavioral Targeting ist die User Experience. Dem Seitennutzer soll der Besuch so angenehm wie möglich gemacht werden, sodass die Kaufwahrscheinlichkeit steigt.

Sie wollen neben Targeting auch im B2B Marketing erfolgreich werden? Hier finden Sie unseren Leitfaden zum Thema. 

Ein weiteres wichtiges Ziel im Behavioral Marketing ist es, Streuverluste zu minimieren. Also die Vermeidung, dass Inhalte an eine breite Masse ausgespielt werden, in der ein Großteil mit inbegriffen ist, der sich für das beworbene Produkt nicht interessiert.

Außerdem soll durch Behavioral Targeting die Conversion Rate verbessert werden.

Der Cost per Action soll durch Behavioral Targeting reduziert werden.

Verschaffen Sie sich auch einen Überblick über alle wichtigen Kennzahlen aus dem B2B Marketing. 

Gefahren von Behavioral Targeting:

Gerade in den EU Staaten, spielt Datenschutz eine immer wichtigere Rolle. Jede Form des Targetings stellt hier ein gewisses Risiko dar, wobei auf Behavioral Targeting noch ein besonderer Fokus gelegt werden muss. Die Nutzerprofile könnten ohne massiven Aufwand mit persönlichen Informationen von Nutzer gefüllt werden. Hierfür müsste lediglich ein Abgleich mit der Firmeninternen Datenbank stattfinden und schon könnten Daten wie Name, Alter, Unternehmen, Anschrift, etc. mit in das Profil einfließen. Was als Eingriff in die Privatsphäre der User gewertet werden würde und absolut nicht den geltenden Datenschutzgesetzten entsprechen würde. Daher ist es wichtig, die gesammelten Daten und die jeweiligen Nutzerprofile absolut anonym zu behandeln. Auch die Aufklärung der User über die Nutzung von Cookies ist unbedingt notwendig, um Behavioral Targeting betreiben zu können. Außerdem muss auch immer die Chance gegeben werden, der Nutzung von Cookies zu widersprechen.

Geht Marketing auch ohne Cookies? Wir beleuchten in unserem Blog das Thema: Cookieless Tracking - Beginn einer Ära ohne Cookies.

Wenn Sie sich noch tiefer mit dem Thema Targeting beschäftigen möchten, legen wir Ihnen unser kostenloses Whitepaper ans Herz. Hier finden Sie alle Informationen für erfolgsversprechende B2B-Kampagnen. 

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